| Pfarrhausausstellung |
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| Eine Zeitreise durch die Geschichte des Evangelischen Pfarrhauses Das
evangelische Pfarrhaus wollte immer ein offenes Haus für andere Menschen sein. |
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| Die Entstehung des Evangelischen Pfarrhauses in der Reformation Vom Zölibat zur Großfamilie Der erste Abschnitt der Ausstellung stellt anhand des Beispiels im Hause Luther dar, wie die ersten Pfarrhäuser entstanden. Eine Frauenfigur mit Schlüssel symbolisiert die Schlüsselgewalt die die Pfarrfrau meist innehatte, da sie den Haushalt leitete. Eine Küchenszene und Bilder von Luthers Tafelrunde zeigen, wie die Gastfreundschaft bei Familie Luther gepflegt wurde. |
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| Das Pfarrhaus bis ins 17. Jahrhundert Zuflucht in Krieg und Armut Während in Deutschland der 30jährige Krieg tobt, zeigten in der Kriegszeit viele
Pfarrfamilien großes soziales Engagement. Heime und Schulen für Waisenkinder wurden gegründet, sowie Bibel- und Erbauungsstunden in den Pfarrhäusern angeboten. Sechs "Puppenstuben" zeigen verschiedene Modelle von Pfarrhäusern dieser Zeit. |
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| Das Pfarrhaus in der Aufklärung und im 19. Jahrhundert Kunst, Bildung und Unterricht Die Lebensverhältnisse im Pfarrhaus hatten sich verbessert. Das Familienleben, die
Bildung und die schönen Künste spielten eine große Rolle. Mit zunehmender Industrialisierung entstanden deutliche Unterschiede in den Lebensbedingungen im Pfarrhaus auf dem Dorf und in der Stadt. In diesem Bereich steht ein Bücherschrank und ein Stehpult, das Studierzimmer des Pfarrers darstellend, sowie ein Harmonium, an dem eine Pfarrfrau, von ihrer Tochter auf der Flöte begleitet, musiziert. |
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| Das Pfarrhaus in der Weimarer Republik und im dritten Reich Frei und untertänig Nach dem Niedergang der Monarchie und dem Abdanken der deutschen Fürsten geriet der deutsche Protestantismus in eine Krise. Die Trennung von Kirche und Staat wurde notwendig. Im Pfarrhaus entstand ein Konflikt. Weite Teile der Pfarrerschaft sympathisierten, in der Hoffnung, das nationale und soziale Bewußtsein wiederherzustellen, in der Frühphase seiner Entwicklung mit dem Nationalsozialismus. |
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| Aber das Pfarrhaus wurde auch vielerorts zu einem Ort des Wiederstands
gegen die wachsenden Übergriffe des Staates. In der Ausstellung wird dieser Konflikt
mit der zerrissenen Fassade eines Pfarrhauses symbolisiert. |
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| Das Pfarrhaus in den beiden deutschen Staaten Ein offenes Haus in einer säkularen Gesellschaft Die Entwicklung des Pfarrhauses in den beiden deutschen Staaten verläuft unterschiedlich. Während in der DDR das Pfarrhaus lediglich eine staatlich geduldete Einrichtung ist, die aber ein Forum für Kritik bewahrt, wird in Westdeutschland der Pfarrer immer mehr gefordert und das Pfarrhaus nimmt an Bedeutung zu. Die Frau erreicht mit ihrer Ordination eine neue Bedeutung im Pfarrhaus. Die
Rollenverteilung ändert sich. Viele Frauen stellen sich ganz bewußt der Aufgabe eines
Pfarramtes. |
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| Das Pfarrhaus der Zukunft In der heutigen Zeit stellt sich die Frage nach der Zukunft des Pfarrhauses. Neun unterschiedliche Pfarrhausmodelle werden in der Ausstellung vorgestellt und an einer Multimediasäule kann der Besucher in einem Computerspiel das Pfarrhaus der Zukunft "bauen". |
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